E 10-Benzin und Schwarmintelligenz der Autofahrer

Spiegel-Online kommentiert heute sehr umfassend die vielfältigen Fehler bei der Einführung des sogenannten Bio-Sprits.Schwarmintelligenz an der Zapfsäule heißt der sehr lesenswerte Artikel.

Der Autor Christian Schwägerl fordert in seinem Artikel im Einzelnen:

  • Verzicht auf unnötige Fahrten
  • Mäßigung beim Tempo
  • massenhaftes Carsharing
  • Umsteigen auf Rad und öffentliche Verkehrsmittel.

Der anstehende Benzingipfel, so der Spiegel-Experte, müsse Verkehrspolitik ganzheitlich diskutieren.

Zu diesem Blog gehört die Homepage www.nhnandf.net . In Mini-Netzwerken können sich dort Nachbarn verknüpfen, um Fahrten einzusparen. Aus der Perspektive dieser Online-Community habe ich der Spiegel-Redaktion folgende Rückmeldung geschrieben:

Schwarmintelligenz: Vertrauen von Nachbarn + Internet

„Hallo!

Der Artikel betont technische Probleme und Fortschritte. Intelligente Mobilität wird von ADAC, Automobilherstellern etc. immer mit technischen Innovationen gleichgesetzt.

Dabei werden Transportbedürfnisse als gegeben hingenommen. Es geht aber primär darum, Mobilität überhaupt zu vermeiden. Auch das im Artikel gepriesene Carsharing greift zu kurz: Es ermöglicht Fahrten.

In meiner Homepage http://www.nhnandf.net/ können sich Nachbarn via Online-Community verknüpfen, um die alltägliche Mobilität zu organisieren. Fahrtenangebote und -nachfragen werden den akkreditierten Freunden vorab mitgeteilt. Hier genügen schon wenige Partner, so erste Erfahrungen aus der Pilotphase, um Fahrten gänzlich einzusparen oder Abstecher zu vermeiden.

Aus zufälliger Nachbarschaftshilfe wird mit Internet-Technik eine systematische Einsparung. Nachhaltigkeit (ökologische, ökonomische und soziale Dimension) wird im eigenen Umfeld auf kleinen Strecken im Alltag praktiziert. Auch alte Menschen profitieren ohne Internet-Zugang von diesem Ansatz. Die bisher weiteste Einsparung waren 30 km für den Transport von 175 g Spezialtee zu einer 78 Jährigen.

Die Praxis zeigt aber auch, dass es ein weiter Weg ist von dem auto-mobil Verkehrsverhalten hin zu einem Mitnehmen und Mitbringen in Mikronetzwerken. Es ist einfacher, selbst und jederzeit loszufahren als Autos intelligent und sozial auch für Nachbarn einzusetzen.

Ich versuche diesen Ansatz in meiner Freizeit nach vorn zu bringen. Wir selbst können durch unsere Mitmach-Nachbarn z.B. auf einen Zweitwagen verzichten!“

Schwarmintelligenz: Ja, es liegt in unserer Hand, intelligent mobil zu sein! Aber an der Zapfsäule ist es für Schwarmintelligenz  zu spät – wir sollten Fahrten grundsätzlich vermeiden! Die Online-Community erfüllt die erste Forderung von Spiegel Online und steht nicht im Konflikt mit den anderen Erfordernissen für eine nachhaltige Verkehrspolitik.

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