Uni Bayreuth: Wissenschaftliche Grundlagen damals und heute

In Bayreuth habe ich ab dem Wintersemester 1981 / 82 Diplom-Geographie studiert. Eine sehr wichtige Veranstaltung im Grundstudium befasste sich damals mit den Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens.

Die heutigen Jura-Studenten lernen dies in Bayreuth immer noch. Wobei die Studenten mit bayerischem Abitur bisher Vorteile haben: Sie müssen in der 13. Jahrgangsstufe eine Facharbeit einreichen, wo diese wissenschaftlichen Grundlagen zu großen Teilen angewendet werden müssen.

Das Einfachste in der akademischen Welt ist doch richtig zu zitieren! Wieviel Mühe haben sich Generationen von Bayreuther Studenten gemacht, mit Quellen richtig umzugehen. Die Gedanken Dritter nicht zu zitieren war für uns gleichbedeutend mit geistigem Diebstahl.

Ich bin sehr enttäuscht von unserem Bundesverteidigungsminister. Er hat in Oberbayern (Rosenheim) sein Abitur „gemacht“. Ich würde micht nicht wundern, wenn die Prüfungskommission seine Dissertation nicht nur als „schlampige“ Arbeit klassifiziert, sondern auch noch vorsätzliches Nicht-Zitieren als Vergehen hinzukommt.

Dieser „Fall“ im wahren Sinne des Wortes beweist für mich, dass sich Ehrlichkeit auf lange Sicht immer bewährt. Dies hat sich für mich nicht zuletzt in vielen Seminaren in der Unizeit in Bayreuth immer wieder bestätigt.

Ich fand den Freiherrn zu Guttenberg bisher sehr bemerkenswert. Jetzt aber sehe ich ihn völlig anders. Ich hoffe, dass die Universität Bayreuth wissenschaftliche Grundlagen weiterhin lehrt und Verstöße konsequent und ohne Ansehen der Person ahndet.

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Facebook erspart Fahrt zu Ikea

Ikea: Facebook hilft

Facebook hat geholfen, eine Fahrt zu Ikea gemeinsam zurückzulegen

Heute habe ich eine nette Geschichte gehört, wie das Internet geholfen hat, eine Fahrt einzusparen. Konkret ging es um Ersatzteile für einen Ikea-Stuhl. Schrauben waren irgendwie bei einem Umzug verloren gegangen.

Auf Facebook fragte eine Studentin: „Ich fahre zu Ikea. Will jemand mit?“ Dieses Fahrtangebot wurde von einer ihrer Freundinnen gelesen und wahrgenommen. Die Schrauben waren bei Ikea als Ersatzteile vorrätig. Sie sind inzwischen installiert, der Stuhl funktioniert wieder.

Facebook hat eher zufällig das bewirkt, was bei nhnandf.net ständig passiert: Fahrten einsparen, weil sich Nachbarn und Freunde über das Internet verständigen, wer wann wohin fährt.

Es zählt letztlich nur die Bereitschaft, eigene unabdingbare Fahrten auch anderen zu „öffnen“. Bei nhnandf.net können Fahrten sehr schnell eingestellt werden.

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Nächster fahrplanmäßiger Halt: Wertstoffhof

Eigentlich kann man die Uhr danach stellen: Am Samstag Vormittag sind viele unserer Nachbarn gleichzeitig auf dem Wertstoffhof „Am Silberberg“. Dann haben meistens die Familienväter das Vergnügen, die gesammelten Kunststoffbecher, Flaschen etc. wegzufahren.

Wertstoffhof Silberberg in Hof

Wertstoffhof Silberberg in Hof

Auch ich war heute mal wieder dran. Unser Auto war schon fast voll beladen, als ein Nachbar mit seinem großen Fahrzeug anhielt. Er wollte auch zum Wertstoffhof fahren. Wir luden unsere Wertstoffe schnell um und fuhren dann in seinem Auto.

Gespart haben wir Engels ca. 5 km Strecke. Ich war zudem schneller fertig, weil mein Nachbar mir auch noch auf dem Wertstoffhof half. Natürlich haben wir noch eine Nachbarin gesehen und ein paar Minuten Zeit gehabt, uns über wichtige persönliche Neuigkeiten auszutauschen.

Dieses Beispiel zeigt, wie spontane Nachbarschaftshilfe funktioniert (und schon immer funktioniert hat und auch künftig funktionieren wird). Wesentlich ist die Freundschaft der Nachbarn.

Für solche eher zufällige Hilfe braucht niemand die Nachbarschaft-Homepage nhnandf.net . Aber wer die vielen Potentiale der vielen Autos ausschöpfen will, die die gleichen Strecken fahren, der kann sich mit wenigen Klicks in dieser Homepage mit seinen Nachbarn verknüpfen.

Das Vertrauen ist die Basis, die Internet-Technik vereinfacht die Abstimmung der Zeiten und Ziele. Die Homepage hilft  -nicht nur samstags- die eigene Mobilität mit den „Fahrplänen“ der Nachbarn koordinieren.

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Schneller als Amazon: Buchhändlerin und nhnandf.net

Mein Neujahrsgruß an alle Leser ist eine mutmachende Begebenheit von heute.

Ich habe nachmittags von zu Hause per Telefon ein Buch in der Buchandlung Grau & Cie. in Hof bestellt. Die Inhaberin hat es zu einer Nachbarin gebracht, die in der Nähe arbeitet.

Diese Nachbarin hat für mich das Geld ausgelegt. Abends habe ich das Buch bei ihr abgeholt, gezahlt und kurz Neuigkeiten ausgetauscht.  Zur „Belohnung“ gab es besondere selbstgebackene Müslischnitten meiner Frau.

Der Spaziergang war heute meine einzige Zeit, wo ich frische Luft schnappen konnte – und viel angenehmer, als in die Stadt zu fahren und bei den Schneemengen im Zentrum zu parken…

Diese Aktion hat geklappt, weil die betreffende Nachbarin immer generell bereit ist, Sachen aus der Stadt Hof mitzubringen. Sie hat also diese „Fahrt“ nicht als Besorgung in  www.nhnandf.net eingetragen.

Buchhandlung Grau & Cie. - eine der ältesten deutschen Buchhandlungen

Und sie hat geklappt, weil Sabine Dittrich, die Inhaberin der Buchhandlung, eine kundenorientierte Geschäftsfrau ist. Seit 1722 gibt es in ihrem Laden Bücher. Wenn sie weiterhin so viel Service bietet, kann sie mit einer der ältesten deutschen Buchhandlungen auch der modernen Konkurrenz widerstehen. Das Nachbarschaftsnetzwerk nhnandf.net kann ihr dabei helfen.

Dieses Beispiel zeigt, dass mitdenkende und -helfende Menschen schneller sind als ein riesiger Konzern. Vertrauen und Beziehungen sind wertvoller als Technik….

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Schneesituation: Bin anderweitig beschäftigt

Gestern hat der Hofer Wetterdienst gemeldet, dass noch nie so viel und so lange bei uns Schnee lag wie zur Zeit. Seit 60 Jahren gibt es hier an der bayerischen Grenze zu Thüringen, Sachsen und Böhmen Wetteraufzeichnungen. Es handelt sich um einen Ausnahmewinter.

Ich möchte mich hiermit entschuldigen, dass ich kaum etwas für die Website www.nhnandf.net oder diesen Blog tun kann: Meine Freizeit wird von Schnee dominiert. Es macht mir eigentlich viel Spaß, Weg und Einfahrt freizuräumen. Aber mittlerweile bin ich (wie wahrscheinlich viele andere Männer in Deutschland) vom vielen Schneeschaufeln muskulär verspannt.

Sei es drum: Ich freue mich auf morgen, übermorgen und bin erstmal dankbar, dass die Tage wieder länger werden. Und in dieser Jahreszeit zeigt sich auch, dass das Mitnehmen für Nachbarn Vorteile hat. In Hof (46.ooo Einwohner) ist z.B. die innerstädtische Parksituation sehr angespannt… Da macht es Sinn, dass ein Nachbar fährt und für viele Sachen mitbringt…

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Mitesszentrale: Was es alles gibt

Am Wochenende habe ich in der Süddeutschen Zeitung einen interessanten Artikel gefunden:

„Zusammen isst man weniger allein“

titelt die Tageszeitung am 10. September (Artikel nicht in der Online-Ausgabe recherchierbar). Hobbyköche geben ihr Bestes, um wildfremden Menschen ein tolles Essen zu bieten. Der Autor des Artikels lernte – so sein Bericht – an dem Abend nette Leute kennen. Belohnt wurde er mit 5 € je Gast.

Im Web habe ich heute die Mitesszentrale gefunden. Tatsächlich können sich dort Anbieter und Nachfrager, die sich vorher nicht kennen, für ein Essen zusammentun. Das Geld steht nicht im Mittelpunkt, sondern das Kennenlernen von netten Menschen, die ähnliche Interessen haben.

Ich finde diese Idee witzig. Es besteht für beide Seiten ein großes Wagnis: Keine Seite weiß so recht, welche Fremden für ein Essen zusammenkommen. Aber – so der Autor Christoph Gurk- es hat ihm Spaß gemacht und ausgeraubt hat man ihn auch nicht 😉

Bei nhnandf.net gibt es kaum ein Wagnis. Menschen, die sich als Nachbarn über Jahre kennen- und schätzenlernten verbünden sich, um über das Internet den Alltag zu optimieren. Hier liegt der Fokus auf Mobilität im Bereich kleiner Distanzen.

Die Mitesszentrale scheint eher in großen Städten genutzt zu werden. Für Hof z.B. gibt es heute weder Angebote von Köchen noch Nachfrage. nhnandf.net dagegen ist überall zu nutzen, wo es Nachbarn gibt…

Ich wünsche den Kollegen der Mitesszentrale viel Erfolg! Kollegen deshalb, weil sie auch Netzwerke zwischen ihren Teilnehmern etablieren wollen.

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Soziale Unternehmer / social entrepreneurship

Heute habe ich in Wikipedia nach dem Gründer der Grameen Bank recherchiert. Muhammad Yunus wurde 2006 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, weil er mit dieser Bank die Not der Ärmsten lindert.

Sein Konzept der „Dörflichen Bank“ (so die Übersetzung für Grameen) basiert auf Mikrofinanzierung. Es gibt viele Ähnlichkeiten mit dem Ansatz von nhnandf.net, wo ja auch Mikronetzwerke von Nachbarn den Alltag erleichtern.

Diese Ähnlichkeiten sind so wichtig, dass ich darüber auf der Website von nhnandf.net selbst schreiben werde. Hier sein Ansatz zu „Sozialen Unternehmen“:

„Nach Vorstellung von Yunus muss „die Struktur des Kapitalismus vervollständigt werden“ durch die Einführung von Sozialunternehmen. Der Zweck dieser Unternehmen soll nicht die Gewinnmaximierung sein, sondern die Lösung von sozialen und Umweltproblemen. „Wenn man die profit-maximierende Brille abnimmt und zur sozialen Brille greift, sieht man die Welt in einer anderen Perspektive“, meinte er. Falls ein Gewinn anfalle, werde er in das Unternehmen reinvestiert. Die Anteilseigner verdienen nichts, können ihr Kapital jedoch mit der Zeit zurückerhalten. Attraktiv ist eine derartige Geldanlage für Menschen, die Gutes tun wollen, wovon es viele gebe, nach Überzeugung von Yunus.“ [Quelle am 13.11.2010: Wikipedia]

Mit diesen Gedanken kann ich mich gut identifizieren. Gewinn kann nach meiner Auffassung niemals Ziel der unternehmerischen Tätigkeit sein, sondern nur die Folge. Die Folge für eine gute Problemlösung, also Kundennutzen. Gewinn ist gleichzeitig die Basis für das Überleben jedes Unternehmens.

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Tausche Seelachsfilet gegen Äpfel vom Wochenmarkt

Das Mitbringen von speziellen Artikeln ist eigentlich recht einfach. Ich fahre zum Beispiel sehr gern auf den Hofer Wochenmarkt. Noch lieber fahre ich hin, weil ich einer Familie in der Nachbarschaft von dort frische und qualitativ hochwertige Lebensmittel mitbringen kann.

Obst - direkt vom Bauern

Obst auf dem Hofer Wochenmarkt: Direkt vom Erzeuger

Im „Gegenzug“ erhielten wir kürzlich frischen Fisch aus der Hofer Fußgängerzone.

In beiden Fällen war es nur ein Mehrweg für Fußgänger, aber keine extra Autofahrt oder auch nur ein Umweg mit Auto. In beiden Fällen hat die Information genügt, dass der Netzwerkpartner zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort ist. Details wurden telefonisch vereinbart.

Dieses Praxisbeispiel zeigt auch die Unterschiede auf: Der Wochenmarkt findet regelmäßig statt, z.B. in Hof mittwochs und samstags.  Die Fußgängerzone wird häufig, aber zu unregemäßigen Zeiten besucht. In beiden Fällen hilft das Nachbarschafts-Netzwerk nhnandf.net, Angebot und Nachfrage zu verknüpfen.

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Platz 4 von fast 100 Mio – und das auf Englisch

Platz 4 von 100 Mio. am 23. Sept. 2010

nhnandf.net sehr gute Google-Position

Die User-Statistik von Etracker für die Homepage www.nhnandf.net hat gestern einen Zufallstreffer aus den Vereinten Arabischen Emiraten verzeichnet. Dort hatte jemand nach: „how to help neighbours“ gegoogelt und ist dann hier fündig geworden.

Heute habe ich diese Suchphrase selbst gegoogelt. Heraus kam Platz 4 von knapp 100 Mio. Treffern. Ich kann mir dies nur mit der Mächtigkeit der Homepage-Software von der Fa. LivingLogic AG, Bayreuth erklären.

Ich möchte betonen, dass die Website nhnandf.net nicht nach diesen Begriffen optimiert ist (SEO). Ich freue mich umso mehr, dass Google Notiz nimmt!

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„Ich brauche mein Einkaufserlebnis“

Diese bemerkenswerte Aussage habe ich heute (Samstag) in aller Frühe in eine Hofer Bäckerei gehört. Ich traf dort (nach ca. 5 km Hinfahrt) einen Nachbarn. Ich bot ihm den Service von nhnandf.net an: „Das nächste Mal brauchen Sie nicht fahren – ich kann sie Ihnen mitbringen.“

Er hat dann mit seinem Einkaufserlebnis geantwortet. Und er hat recht: Wer unter der Woche ziemlich gestresst ist und kaum Zeit zum Einkaufen hat, soll den Ladenbesuch am Wochenende genießen.

Diesen Gedanken nehme ich gern als erstes Argument gegen die Nachbarschafts-Idee an. So denken aber die wenigsten Menschen, mit denen ich zu tun habe. Und wahrscheinlich auch nicht generell. Ich kann mir jedenfalls kaum vorstellen, dass Einkaufen Spaß macht, wenn die Schlange beim Bäcker oder Metzger lang ist…

Wochenmarkt in Hof

Hof / Saale: Wochenmarkt am Maxplatz

Die typische Reaktion konnte ich kurze Zeit später auf dem Hofer Wochenmarkt erleben. Eine Freundin unserer Familie, Mutter dreier Kinder, findet die Idee klasse und wird die Homepage anschauen. Sie hat sofort verstanden, dass die Absprache unter Nachbarn Geld, Zeit, Nerven sparen und die Umwelt entlasten kann.

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