DeinBus.de: Glückwunsch an ein gutes Vorbild!

Der Bundesrat hat heute den Fernbusverkehr liberalisiert. Mit dieser Entscheidung wird ab Januar 2013 der Fernbusverkehr in Deutschland auf vielen Strecken ermöglicht. Der Bus fährt billiger als die Bahn. Im ZDF wurden vorhin in der „heute“.-Sendung um 19 Uhr die Unterschiede gezeigt.

Beispiel der Strecke Frankfurt – München:

  • Kosten: Intercity 95 € statt Fernbus 45 €
  • Zeit: 3,5 Stunden mit der Bahn AG statt 5,5 Stunden auf der Autobahn.

Alex, Christian und Ingo haben http://www.deinbus.de gegründet

Auslöser für diese Gesetzesänderung sind die drei Existenzgründer von DeinBus.de. Nach eigenen Angaben haben sie drei Jahre hauptsächlich gegen den „Goliath“ Deutsche Bahn AG gekämpft. Klar, der Monopolist wollte sein Monopol behalten. Die drei Studenten haben eine Internet-basierte Mitfahrzentrale für wenige Strecken aufgebaut und dabei clever eine Lücke im Gesetz von 1931 genutzt.

Nachdem sich abzeichnete, dass ein neuer Mobilitätszweig entsteht, sind verschiedene Unternehmen auf den „anfahrenden Bus“ gesprungen. Christian Schlesiger beschreibt die Marktsituation in seiner heutigen Übersicht auf der Wirtschaftswoche.

Aus aufrichtigem Herzen kann ich nur Glückwünsche per Blog senden. Ich freue mich immer, wenn Ideen erfolgreich umgesetzt werden. Daher wünsche ich vor allen anderen den Urhebern dieser Idee alles Gute! Die Posts auf http://blog.deinbus.de/werde ich künftig öfters lesen.

Für mich ist dieser Erfolg eine weitere Motivation, mit  meinem Projekt nhnandf.net fortzufahren. Hier geht es um das Gegenteil von mehr oder weniger seltenen Fernreisen. Ich möchten den täglichen Nahverkehr von Nachbarn per Internet organisieren. In Kleingruppen (als Intranet / geschlossene Benutzergruppe) kann hier viel Gutes passieren.

Mobilität auf Alltagsstrecken ist aber nur eine Ebene. Letztlich geht es um Nachbarschaftshilfe, die mit den technischen Möglichkeiten des Internets von der zufälligen Ebene auf eine systematische und damit nachhaltigere Ebene gebracht wird.

Näheres zu den Grundlagen der Idee auf der Homepage. Wie diese Idee im Alltag schon funktioniert, zeigen die Praxisbeispiele aus diesem Blog.

Jedenfalls gibt es genug aus dem Bereich Mobilität, wozu ich bloggen kann. Ich wage einen neuen Anfang.

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Auto – Innenraum hygroskopieren: Sieg über Winterfeuchte mit Holzkohlen-Trick

Einfach, billig  und extrem wirkungsvoll: Holzkohlen binden im Winter-Auto Feuchtigkeit. Diesen Tipp von Thomas Fiedlschuster haben wir Engels in unserem Auto umgesetzt. Wir haben einen Schuhkarton mit ein paar Holzkohlen befüllt:

Autos im Winter ohne Feuchte: Holzkohle hilft

Holzkohlen binden Winterfeuchte

Seit zwei Wochen haben wir keine wintertypische Feuchte mehr im Auto. Diesen Tipp kann ich zur Nachahmung daher nur empfehlen. Lieber die Holzkohlen „arbeiten“ lassen, wenn das Auto abgestellt ist als die Scheiben von innen freizuwischen, bevor die nächste Fahrt beginnt.

„Hygroskopie“ hatte ich zuvor noch nie gehört – hier die Wikipedia-Fundstelle dazu. Diese physikalische bzw. chemische Bindungswirkung ist übrigens ein gutes Bild für das Nachbarschaftsnetzwerk nhnandf.net.

Die Mobilität von Nachbarn kann ich über diese Intenet-Plattform nutzen, um eigene Fahrten zu vermeiden. Oder umgekehrt biete ich eigenen Fahrten an, die meinen befreundeten Nachbarn den Alltag erleichtern. Das Internet wirkt wie die Holzkohlen: Es verwandelt das schwer Greifbare („Wann sind meine Nachbarn in der Stadt unterwegs?“)  in wertvolle Information.

Übrigens können die Holzkohlen nur bis zum Sättigungspunkt Feuchtigkeit binden. Irgendwann verpufft der Hygrokospie-Effekt.. Auch hierzu ein Tipp des Beleuchtungsspezialisten Fiedlschuster: Die Holzkohlen einfach im Heizungskeller trocknen…

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Teure Spontanfahrt: Doppelter Preis für frischen Meerrettich

Kürzlich habe ich Meerrettich in Hof gekauft. Kaufen müssen – wir haben diese natürliche Medizin wegen einer akuten Erkältung gebraucht. In unserem Wohnort, Köditz, kann man dieses natürliche Antibiotikum nicht kaufen.

Discounter Netto in Köditz

Köditz: Discounter Netto für Produkte des täglichen Bedarfs, aber kein frischer Meerrettich

Also bin ich gut 10 km nach Hof gefahren. Für 3,37 € habe ich dann gut 400 g Meerettich gekauft. Hier die Quittung: Meerettich-111126

Wenn ich die Autokosten für 10 km zu dem Artikelpreis addiere, komme ich auf 6,87 €. Anders ausgedrückt: Die spontane Fahrt kostet soviel wie der spontan gekaufte Artikel selbst. Die anteiligen Fahrtkosten wurden nur deswegen günstiger, weil ich noch andere Produkte erwarb (Weil ich schon mal dort bei der Edeka war, aber wir hätten sie nicht unbedingt gebraucht).

Im Laden habe ich natürlich Nachbarn aus Köditz getroffen.Nachbarn, die nicht in unserem persönlichen Netzwerk bei nhnandf.net sind. Aber ganz nette Leute.

Schade – wenn ich von ihnen gewußt hätte, wäre eine Fahrt erspart geblieben. Sie hätten uns den Meerrettich bestimmt mitgebracht und dafür auch einen kleinen Botenlohn bekommen.

Diese kleinen Strecken werden im Alltag häufig gefahren. Die Summe führt zu riesigen Distanzen. Das Einsparungspotential ist beträchtlich. Aber wir müssen voneinander wissen: Wer hat wann welchen Mobilitätsbedarf.

Noch können wir uns alle Spontanfahrten leisten. Aber es ist absehbar, dass dies schon bald Geschichte sein wird. Wir brauchen daher ein völlig neues Mobilitätsverhalten: Fahrten im nachbarschaftlichen Verbund vermeiden und dann die noch unvermeidliche Fahrten gemeinsam bzw. füreinander zurücklegen.

Die Finanzkrise wird uns mit unseren Nachbarn wahrscheinlich mehr verknüpfen, als wir uns heute vorstellen können. Ich wünsche mir eine neue Selbstverständlichkeit: Es müsste sogar normal sein, die Nachbarn zu fragen, ob sie mit Meerrettich aushelfen können!

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Premiere nach Jahrzehnten: Bin „getrampt“

Gestern hatte ich einen Abendtermin in Hof. Meinen Nachbarn bei http://www.nhnandf.net/ hatte ich meine Nachfrage nach einer Fahrt mitgeteilt. Doch es gab keine Reaktion auf meinen Wunsch.

Ev. Kirche in Köditz

Köditz: Ev. Kirche

So bin ich zum Bahnhof gegangen. In der Engstelle vor der Ev. Kirche in Köditz fuhr ein Nachbar aus unserem Netzwerk langsam vorbei. Ich streckte – wie ich dies als Gymnasiast und Student oft getan habe, den Daumen raus. Dieses Trampen war eher symbolisch gemeint, schließlich kennen wir uns ja ganz gut.

Mein Freund hielt an. Er fuhr tatsächlich nach Hof. Wir konnten uns prima austauschen. Ich habe zudem Geld für die Bahnfahrt gespart.

Er hatte übrigens meinen Fahrtenwunsch gelesen. Aber die Fahrt nach Hof hat sich für ihn sehr spontan ergeben. Deswegen war es schön, dass wir uns auch ohne die Möglichkeiten von http://www.nhnandf.net trafen!

Aus seiner Sicht wäre es ideal, wenn das Nachbarschafts-Netzwerk auch für solche spontanen Fahrten zu nutzen wäre.  Technisch ist dies kein Problem. Aber ich kann es zur Zeit nicht (vor-)finanzieren. Dieses Erlebnis zeigt auf der anderen Seite, dass Nachbarn kein Internet benötigen, um zu kooperieren. Dann muss allerdings der Zufall helfen.

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Neue Zahnbürsten braucht das Land

Diese Überschrift fiel mir ein, als ich jüngst durch die Zeitschrift „eCarTec Magazin“ blätterte. Hier geht es um Elektroautos und -etwas hochtrabend- die: „eMobility Revolution“. Ob von BMW, Audi oder anderen Herstellern: Technischer Fortschschritt ist bald als Serienprodukt erhältlich.  Elektromobilität hat sich längst zu einem Milliardenmarkt entwickelt. Aber ich bezweifle, dass mit dieser neuen Technologie auch nur kleinste Fortschritte für intelligente Mobiltät erreicht werden.

Übertragen wir diesen „Revolutions“-Ansatz auf Zahnhygiene. Wir benötigen demnach technisch fortschrittliche Zahnbürsten, z.B. mit Elektromotor. Besonders schick sind auch Zahnbürsten mit Hybridmotor-Borstenverstellung. Nicht zu vergessen Zahnpasta aus Bioenergie statt wie bisher aus Erdöl….

Die entscheidende Frage ist jedoch: Wie putzen wir uns vernünftig die Zähne? Die high-tech Zahnbürste nutzt nichts, wenn sie falsch eingesetzt wird. Eine traditionelle Handzahnbürste, regelmäßig benutzt (nach jedem Essen…) ist besser für die Zahnhygiene als die Super-Elektrozahnbürste, die nur einmal täglich abends vor dem Zubettgehen benutzt wird.

Ob gesunde Zähne oder intelligente Mobilität: Es geht primär um unser Verhalten und danach irgendwann um die Technik. Fahrten zu vermeiden ist immer ökologischer als Parallelfahrten mit den heute umweltfreundlichsten Autos zu absolvieren.

Dies betrifft z.B. Fahrten zur Apotheke. In Stadtapotheken, die eher am Stadtrand liegen, ist es normal, dass aus umliegenden Ortschaften Rezepte einer Gemeinde eingelöst werden. Leider ist es dabei sehr häufig so, dass die Nachbarn eines Straßenzugs einzeln fahren. Oder als allgemeine Erfahrung: Wir treffen unsere Nachbarn „zufällig“ in der Stadt, weil wir im gleichen Baumarkt oder bei dem Wochenmarkt einkaufen.

Die Website www.nhnandf.net hilft Nachbarn, Fahrten zu gemeinsamen Zielen zu bündeln. Hier geht es um  ein anderes Mobilitätsverhalten als wir es gewohnt sind. Wir sind selbstbeweglich (griechisch: auto – mobil). Verändern wir doch unser Verhalten und fahren heute für den befreundeten Nachbarn zur Apotheke. Und morgen bringt dieser Nachbar uns die Medizin mit, die in der Apotheke nicht sofort lieferbar war.

Wenn Nachbarschaftshilfe funktioniert, kann sie über eine Homepage wie http://www.nhnandf.net verbessert werden. Dann erübrigen sich zufällige Treffen in der Stadt, denn per Internet wird systematisch die nötige Mobilität unter befreundeten Nachbarn optimiert. Und dann erst macht es Sinn, loszufahren. Egal mit welcher Zahnbürste, nein: mit welchem Auto!

PS.: Der Vergleich hinkt in mindestens einem Punkt: Zahnbürsten sollten öfters als Autos neu gekauft werden…

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Umweltfreundliche Autos sind wie Gesundheits-Zigaretten:

es gibt sie nicht!

Verwunderlich, wie uns die Autoindustrie einreden will, es gäbe so etwas wie umweltfreundliche Autos. Natürlich gibt es Fahrzeuge, die weniger Sprit verbrauchen als ihre Vorgängermodelle. Natürlich gibt es Autos, die von Modellwechsel zu Modellwechsel leichter werden. Und selbstverständlich ist die Suche nach alternativer Antriebstechnik, z.B. mit Elektromotoren.

Dies sind alles technische Fortschritte. Aber damit wird auch das heute modernste Auto nicht umweltfreundlich. Allein die Herstellung von Fahrzeugen verschlingt eine unvorstellbare Menge Rohstoffe und Energie. Der Betrieb von Fahrzeugen ist ebenfalls eine Pein für unsere Umwelt. Und wenn wir dann noch die nötige Infrastruktur für Straßen, Parkplätze oder den Verkehrslärm bedenken, wird klar, dass unser motorisierter Individualverkehr ein umweltfeindlicher Luxus ist. Die gesellschaftlichen und persönlichen Kosten von Verkehrsunfällen verschlimmern dies alles nochmals.

Ich freue mich sehr, dass es dennoch Fortschritte gibt. Automobilkonzerne wie BMW oder Daimler bieten in Großstädten wie Berlin oder München Car-Sharing an. Und siehe da, der Besitz von Autos geht zurück! Menschen bleiben mobil, aber benötigen kein eigenes Fahrzeug mehr.

Dies möchte ich mit der Website nhnandf.net auch erreichen. Mein Ansatz ist die Vorstufe zum Car-Sharing: Mobilität vermeiden, weil sich Nachbarn via Internet abstimmen und dadurch Fahrten gespart werden.

Ich fände es gut, wenn wir gerade in Deutschland von dem Auto als unserer „heiligen Kuh“ wegkämen. Unsere Volkswirtschaft ist in hohem Maße von der Herstellung hochwertiger Kraftfahrzeuge abhängig. Unsere Automobil-Industrie verbessert unbestritten unsere Exportbilanz. Aber unsere Zukunft ist nicht von 200 PS starken „umweltfreundlichen“ Autos abhängig.

Wir brauchen menschen-orientierte Mobilität. Sozialverträglich, z.B. durch gelebte Nachbartschaftshilfe.

„Umweltfreundliche“ Autos sind nicht unsere Zukunft. Gesundheits-Zigaretten sind auch nicht die Zukunft für Raucher.

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Carsharing: Wichtiger Trend in Großstädten

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über das Erfolgsmodell Carsharing in Großstädten. Der Artikel „Hast du keinen, ruf dir einen“ ist sehr lesenswert. Hier ein paar Zahlen und Zitate, die einen wichtigen Trend verdeutlichen:

  • „Privater Autobesitz ist ein Auslaufmodell“
  • Prognose für 2025: Nur noch 10 % aller Haushalte in Deutschland haben ein eigenes Auto
  • In Großstädten ersetzt ein Carsharing-Auto 15 Privatwagen
  • Käufer neuer Autos werden immer älter: Über 60 Jahre Alte kaufen mehr Neuwagen als alle, die jünger als 40 jahre alt sind
  • Nutzer von Carsharing sparen ca. 1.700 € im Jahr
  • Für Jüngere ist das Auto kein Statussymbol mehr – im Gegensatz zu Smartphones.

Carsharing bereitet den Weg für eine umweltfreudliche Mobilität. Das Auto wird genutzt, wenn es nötig ist. Selbst große Automobilhersteller wie BMW oder Mercedes haben das Marktpotential erkannt und bieten eigene Fahrzeuge in Großstädten an: DriveNow in München oder Car2Go in Ulm sind nur Pilotprojekte. Zumindest in Großstädten ermöglicht Carsharing individuelle Mobilität in neuer Qualität – wenn es maximal 500 m bis zur nächsten Carsharing-Station sind. 29 Cent je Minute ist übrigens in München und Ulm der Alles-inclusiv-Preis.

Und auf dem flachen Land? nhnandf.net ist die Antwort

Im ländlichen Raum ist diese neuartige Mobilitätsform (noch) keine praktikable Alternative. Hier leben weniger Menschen auf weitem Raum – auch Parkprobleme in Stadtzentren sind nicht so brennend.

Dennoch funktioniert hier das „Sharing“, also das „Teilen“ von Mobilität. Die Freundschaften von Nachbarn können die Basis sein für eine Art „Carsharing light“. Statt anonym Autos zu mieten können Freunde Fahrten über das Internet koordinieren. Das Web verbessert damit die typische Nachbarschaftshilfe.

Und darum geht es bei der Online-Comunity nhnandf.net. Statt allein in die nächste größere Stadt zu fahren können sich hier Nachbarn verbinden, um Mobilität zeit, geld- und umweltschonend untereinander. abzustimmen. Wie es im Alltag funktioniert, ist in diesem Blog unter „Praxisbeispiel“ nachzulesen.

Ich bin zuversichtlich, dass diese Art der nachhaltigen Mobilität auch im ländlichen Raum eine große Zukunft hat. Carsharing fing auch mit Kleinprojekten an, wahrscheinlich von umweltbewussten Studenten in Unistädten gegründet. Was für Großstädte gut ist, sollte auch in der lebens- und liebenswerten Provinz funktionieren! Und dies billiger als in der München oder Ulm! Ein Familien- bzw. Haushaltsticket bei nhnandf.net kostet nur 2,10 € – im Monat! Und Wenignutzer fahren umsonst.

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